Bioabfallvergärung

Veröffentlicht am 19.04.2016 in Kreistagsfraktion

Dipl.Ing. Erik Priller erläuterte den Abordnungen der SPD die Bioabfallverwertungsanlage Hochfranken in Rehau

Gemeinsame Infofahrt der Kreistagsfraktion mit der Weidener Stadtratsfraktion

Die Entsorgung aber insbesondere die Verwertung von Bioabfallstoffen standen im Mittelpunkt einer gemeinsamen Sitzung der SPD Stadtratsfraktion Weiden und der SPD Kreistagsfraktion des Landkreises. Die Fraktionsvorsitzenden Roland Richter und Günter Stich machten sich deshalb gemeinsam mit den Kolleginnen und Kollegen auf eine Informations- und Besichtigungsfahrt. Ziel war die Bioabfall-Vergärungsanlage Hochfranken in Rehau.

Die Einführung der Bioabfalltonne im Landkreis Neustadt bringt nicht nur die Abfallentsorgung im Landratsamt, sondern auch den Kreistag des Landkreises in Zugzwang. Im Stadtgebiet Weidens werden schon geraume Zeit Bioabfälle getrennt. Allerdings reicht die Menge der Bioabfälle nicht, eine innovative Anlagentechnik für eine wirtschaftliche, energetische und stoffliche Verwertung kommunaler und gewerblicher organischer Abfälle rentabel zu betreiben. Deshalb wollten die Genossinnen und Genossen aus Weiden und dem Landkreis eine vorbildliche Bioabfall-Vergärungsanlage in Augenschein nehmen.

Dipl. Ing. Eric Priller von der Firma Energy Solutions, ein Unternehmen der REHAU Gruppe, gab den Kommunalpolitikern einen Einblick in die Modellanlage „Hochfranken“ die seit 2014 mit einer Kapazität von 30.000 Tonnen Bioabfall in Betrieb genommen wurde. „Heraus kommen 3.000 kW Biogasleistung mit 27.000 MWh/a Biogasproduktion und hochwertiger Fertigkompost. Damit werden auch die Anforderungen des Kreislaufwirtschaftsgesetzes erfüllt“, so der Vorsitzende der Geschäftsführung.

Zum Einsatz kommt bei der Anlage Hochfranken die Bioabfallvergärungstechnologie einer Entwicklung von WastERGY mit der Zielsetzung einer verbesserten Wirtschaftlichkeit sowie niedriger Geruchsemissionen. Die Nassvergärung erreiche einen erhöhten Biogasertrag und ermögliche hochreinen Fertigkompost. Ein geringer Betriebsaufwand und eine große Prozessstabilität werden zudem gewährleistet. Mehr als beeindruckt waren die Stadt- und Kreisräte der SPD Fraktionen über die Ausführungen und auch bei der Besichtigung. „Eine derartige Anlage ist auch für unsere Region eine gute Möglichkeit der interkommunalen Zusammenarbeit und bietet außerdem die Chance, CO2-neutrale Energie anzubieten“, betonte Fraktionsvorsitzender Roland Richter.

Eine derartige Anlage möglicherweise auch in Weiden bzw. Neustadt errichten zu können, steht für die SPD Kommunalpolitiker aus Weiden und dem Landkreis außer Zweifel. Dass dies aber nur im Wege einer Interkommunalen Zusammenarbeit möglich sein wird, wurde ebenso deutlich festgehalten.

 

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