Kreisvorstand: Information über Rechtsextremismus in der Region

Veröffentlicht am 21.09.2011 in Kreisvorstand

Windischeschenbach. (gt) Der Rechtsextremismus ist auch im Landkreis Neustadt ein Thema. Die Gefahr bestehe im Verniedlichen gleichermaßen wie beim Hochputschen rechtsextremer Aktivitäten. Die Vorstandschaft des SPD Kreisverbandes hatte sich zum Thema „Auch der Landkreis ist bunt“ zwei Experten zur Kreisvorstandssitzung im Gasthof „Weißer Schwan“ eingeladen.

Juliane Braun von der Beratungsstelle gegen Rechtsextremismus Niederbayern/Oberpfalz zeigte sich den Kreisvorstandsmitgliedern und Vorsitzenden MdL Annette Karl als profunde Kennerin der rechten Szene. „Der Rechtsextremismus kenne auch keine Landkreis- und keine kommunalen Grenzen“ so die Referentin. Ziel der Rechten sei es auch in der gesamten nördlichen Oberpfalz Leute und Klientel für ihre Ziele zu erreichen. Das rechte Gedankengut sei in allen Bevölkerungs- und allen sozialen Schichten unseres Landes vorhanden. In der Nordoberpfalz hätten die Rechten flächendeckende Strukturen und einen hohen Grad an Vernetzung, auch wenn es nur wenige Personen seien werde von hier aus in ganz Bayern agiert.

Als Beispiele für Rechte Aktionen nannte Braun den Aufmarsch „Todesstrafe für Kinderschänder“, Störungen von SPD Veranstaltungen wie beim Besuch von Klaus Wowereit, Aufrufe für Spenden für Tierheime oder das Einschleichen bei Faschingsumzügen wie in Neustadt Waldnaab. Auch mit Flyeraktionen „Zeitarbeit ist Sklaverei“ und Internetseiten würden die Rechten immer wieder Aufmerksamkeit erreichen. Bekannt werde aber nur was angezeigt werde hielt Juliane Braun fest.

Oft fehle vor allem Jugendlichen eine Plattform über die Erlebnisse mit Rechtsextremen zu sprechen. Auch an Landkreisschulen würden CDs mit rechten Liedern und Gedankengut verteilt. Andreas Klier vom Aktionsbündnis gegen Rechts „Weiden ist bunt“ teilte diese Ausführungen. Auch der Bedienstete des Stadtjugendrings Weiden hielt fest dass es bei uns Nazis gebe die versuchen Leute abzufangen. Das Aktionsbündnis habe anfänglich versucht auf Aktionen der Rechten zu reagieren. Auf die Dauer sei dies aber nicht Ziel führend. Theaterarbeit an Schulen, der Gedenkstättenbesuch in Flossenbürg oder auch der Aktionstag an der Max Reger Schule waren gelungene Aktivitäten des Aktionsbündnisses. Einstimmig beschloss die SPD Kreisvorstandschaft die Absicht des Aktionsbündnisses die Ausstellung des Bundesamtes für Verfassungsschutz „Die braune Falle“ auch in den Landkreis zu holen.

 

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