SPD setzt sich für weitere Mitarbeiter im Jugendamt ein

Veröffentlicht am 24.02.2010 in Kreistagsfraktion

„Es gilt, den konsequenten Weg in der Jugendarbeit weiter zu gehen“, sagte Vorsitzende Dagmar Mittelmeier in der Sitzung der SPD-Kreistagsfraktion. Zu Gast waren der Neustädter Jugendamtsleiter
Klaus Egelseer und die Leiterin der Schulsozialarbeit an der Stötznerschule
in Weiden, Corinna Lutz.

Egelseer lobte die hervorragende Kommunikation aller beteiligten Stellen und Behörden in der Region. „Man darf es ruhig als nahezu optimal bezeichnen, wie alle Räder der Kinder- und Jugendhilfe im Landkreis ineinander greifen.“ Er erwähnte dabei besonders die koordinierende Kinderschutzstelle, die am Landratsamt seit Oktober hervorragende Arbeit leiste. Dort würden Alleinerziehende unterstützt und beraten, deren Kinder sozial und ökonomisch benachteiligt seien.
Eglseer hofft, dass die Einschätzung des Kommunalen Prüfungsverbandes
zum Vorteil des Jugendamtes ausgehen und mehr Personal bewilligt wird. Uli Grötsch aus Waidhaus unterstützte das: „Die weitere Konzentration auf Geh-Strukturen, bei denen die Mitarbeiter des Jugendamts zu den Betroffenen kommen, kann nur mit entsprechendem Personalansatz bewerkstelligt werden.“
Die gestiegenen Kosten für die Jugendhilfe sprach der Pressather Bürgermeister Konrad Merkl an. Die Ausgaben seien von 2,26 Millionen
Euro im Jahr 2001 auf veranschlagte 5,89 Millionen Euro für das Jahr 2010
gestiegen. Auch die Kosten für die Heimunterbringung seien 2010 mit 2,3 Millionen Euro gegenüber 763 000 Euro im Jahr 2001 drastisch angestiegen. „Das zeigt uns, dass wir gerade bei der Prävention am Ball
bleiben müssen und dabei nicht gespart werden darf“, betonte Merkl.
Corinna Lutz sprach über die Schulsozialarbeit: „Man merkt einfach, dass es den Schülern manchmal schon gut tut, wenn sie sich ihre Sorgen und Nöte von der Seele reden können, wie sie sich das vor ihren Eltern vielleicht nicht trauen.“ Erich Völkl aus Vohenstrauß sagte, dass hier die Erfolge zwar nicht konkret messbar seien, diese Art der Sozialarbeit aber immer wichtiger werde. Auch um soziale Kompetenz gehe es in ihrer Arbeit, berichtete die Sozialpädagogin. Anti-Aggressions-Training stehe genauso auf dem Plan wie die Anleitung zur Zivilcourage. Mittelmeier kündigte an, dass die SPD im Kreistag für einen Ausbau der Schulsozialarbeit im Landkreis kämpfen werde. „Doch die Initiative dazu muss von den Schulen selbst kommen“, ergänzte Lutz.

 

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